Jürgen berichtet von seiner Ayurvedakur:

Der Grund, warum ich mich trotz meines Alters von 31 für eine dreieinhalb wöchige Ayurveda-Kur bei Heidi und Taya entschieden habe war, dass ich auf Grund meiner beruflichen Tätigkeit sehr ausgelaugt und oft gereizt war, sehr oft Halsschmerzen hatte und erkältet war. Dies teilte ich gleich nach Ankunft in Trivandrum bei Heidi und Taya dem Doktor mit. Der stellte mir daraufhin einen Plan zusammen, der einerseits die Einnahme von Medikamenten und andrerseits die Behandlungen und das Essen laut Ayurveda vorsah. 


Noch nie so gut massiert 

Mein Behandlungsplan sah vor, dass ich fünf Tage Öl-Massagen, sieben Tage Blätter-Stempel-Behandlung, sieben Tage Stirnölguss, sieben Tage den königlichen Öl-Guss und dann noch drei Tage Reis-Stempel Behandlung und Nasenölbehandlung hatte. Weiters kam ich in den Genuss von zahlreichen Fuß-, Gesichts- und Kopfmassagen, die Ajita und Suda exzellent durchgeführt haben. 

Die beiden Masseurinnen haben meine jahrelangen Muskelverhärtungen im Unterschenkel rausmassiert. Es hat zwar drei Wochen gedauert, aber ich hatte dort schon seit Jahren kein Gefühl mehr gehabt. Die Mädels haben sich wirklich sehr bemüht. Und wenn ich dann gesagt habe: „Pain“ , dann kam unisono „no problem“. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich seit acht Jahren jeden Tag mindestens ein bis zwei Stunden Sport betreibe, wirklich extrem fit bin, aber nach so einer Behandlung am Vormittag wie angeführt, war ich fix und fertig. Die ersten Tage habe ich fast nur geschlafen habe. Der Körper wird da so aufgewühlt. Ich fühlte mich nach einer 1stündigen Behandlung wie nach einem Halbmarathon. Ernsthaft. Es war irrsinnig anstrengend. Meist ging es bereits um acht Uhr in der Früh los. Danach habe ich meist eine Stunde geruht, bin dann zum Frühstück gegangen. Anschließend vielleicht ein wenig gelesen – es war schon wieder eine Uhr und Mittagszeit. Danach eine kurze Ruhephase, um drei beginnt bereits wieder die Nachmittagsbehandlung. Dann wiederum ein wenig geruht und es war Abend und Abendmahlzeit. 

Die Zeit ist noch nie so schnell vergangen wie bei Euch. Die dreieinhalb Wochen sind wahrhaftig verflogen, obwohl ich mir an Anfang schon gedacht, dass die Zeit schon sehr lange werden wird. Aber ich war froh, denn nur mindestens drei Wochen gewährleisten, dass auch genügend Zeit für die Erholung und die Durchführung der Behandlungen bleibt. Man tut sich nichts Gutes mit einem Crash-Kurs. Nach ca. einer Woche bemerkte ich erste Zeichen, dass ich ruhiger und entspannter geworden bin. Von den Behandlungen her: Ich wurde noch nie so gut massiert wie bei Euch. 

Freiraum – und umsorgt 

Das ganze Umfeld hat auch sehr viel dazu beigetragen, dass es eine sehr sehr angenehme und schöne Zeit war. Es wurde einem Freiraum gegeben, man hatte nicht das Gefühl von einem Termin zum anderen Termin zu hetzen. Taya war wirklich so umsorgend und erfüllte wirklich jeden Wunsch, der ihm möglich war. Auch die Gespräche mit Heidi taten mir gut und waren sehr interessant. Ich lernte dort wunderbare Menschen kennen, die auch ihre Kur im Haus Arnika absolvierten. So richtige Deutsche halt. Das Essen war zwar nicht ganz meines, die Gewürze sind wohl gewöhnungsbedürftig. Ich habe wunschgemäß drei Kilo abgenommen, obwohl ich dort keinen Sport gemacht habe. 

Ausflüge und Erholungseffekt

Wichtiger Hinweis: Ich habe mir bei der Buchung gedacht, ich werde dann zwischendurch immer wieder das Land erkunden und Ausflüge machen während der Behandlung. Ich bin dann in Wirklichkeit nur vier mal rausgegangen und das war um zwei mal zuviel. Es bringt wirklich nichts und man fühlt sich auch nach einigen Stunden bereits total erledigt. Ich habe auch gemerkt, dass ich sehr empfindlich auf Sonne und Wind reagierte habe und der Lärm und der Verkehr in der Stadt (Trivandrum) waren für mich katastrophal. Also wer wirklich vor hat, auch Ausflüge zu machen unbedingt vor dem Behandlungsbeginn. Es ist sonst schade um den Erholungseffekt. Ich habe nach Ankunft in Österreich bemerkt, dass ich sehr empfindlich auf Kälte, Rauch und Nässe reagiert habe, weil der Körper das absolut nicht mehr gewöhnt ist. Ich fühle mich nun sehr wohl in meiner Haut. Es war sehr schön bei Euch. Danke für alles.

 
Jürgen