Meine Erwartungen waren sehr groß, da ich mich vor der Abreise eingehendst mit der Materie auseinandergesetzt habe, schon länger Indisch kochte und kleine Ayurveda Anwendungen versuchte. Bei der Ankunft am Flughafen stand Taya mit einem Schild in der Hand, auf dem mein Name zu lesen war – eine willkommene Verläßlichkeit in diesem Moment, denn zwischen den Malayalam sprechenden Indern und auf dem doch recht einfach anmutenden Flughafengelände neigt eine allein reisende Deutsche wohl doch zu Anflügen von leichter Panik in der Magengrube.
Treatmenthouse „Arnika“
So kamen wir um ca. 23.00 Uhr in dem Treatmenthouse „Arnika“ an und ich war hocherfreut, daß Heidi nicht „nur“ Deutsche ist, sondern genau wie ich aus Bayern kommt. Mein Zimmer hatte ein Moskitonetz, darüber war ich sehr froh – und im Bad eine Standtoilette (kein Loch im Boden) – im Nachhinein gesagt, hätte ich auf beides verzichten können, aber am Anfang ist man glücklich darüber.
Am nächsten Morgen gespanntes Erwarten auf das Frühstück …. es war fremd, aber köstlich: schöne warme, in der Pfanne gebackene Reisfladen mit zwei verschiedenen Soßen aus frischer Kokosnuss und vielen Gewürzen. Zu Mittag und abends war das Essen ebenso ein Genuss und besonders reichhaltig. Etwas sehr Schönes war auch das direkte Erleben des Kochens mit den ganzen Vorbereitungen – nein – Fernsehen oder so habe ich nie vermisst, da so viele Dinge zum Sehen waren, nicht nur das geschäftige Treiben des Personals, auch die vielen herrlichen Pflanzen in dem tropischen Garten, die „andere“ Tierwelt (ums Haus herum – und auch der kleine Baby-Gecko in meinem Zimmer – der fleißig die Moskitos vernaschte), die indischen Klänge und nicht zuletzt das Malayalam, die Sprache der Keralesen.
Die Tage vergingen wie im Fluge
Und so vergingen die Tage wie im Fluge – vormittags eine Ganzkörper-Massagebehandlung mit viel warmen Öl, oder eine Kizhi Abreibung, nach der man eine butterweiche Haut hat. Zuerst noch den Zustand auf dem gemütlichen Liegestuhl auf der Dachterrasse genießen – anschließend eine Dusche mit frisch gekochtem Kräuterwasser – dann wieder ausruhen, schlafen oder lesen.
Am Nachmittag je nach Rezept des Ayurveda Arztes Massage mit anschließendem Dampfbad, Shirodhara, irgendwelche Kräuterpasten auf dem Gesicht, intensiven Gesichts- oder Fußmassagen, spezielle Ölanwendungen auf dem Rücken oder ein Ölübergießen des ganzen Körpers. Tabletten aus verschiedensten Kräutern, ein ganz besonderer Kräutertrunk von Taya, Arishtas, Ghritams, Trivrilleham, Kumkumadi, Thailam, Stresscom usw…
Ich habe alles mit mir machen lassen – es war wie im Traum. So viele Hände bemühten sich um mich, so viele Augen zeigten mir ihr Mitgefühl, und begleitet immer von einem Lächeln oder herzerfüllenden Lachen. Das war es, was ich mir gewünscht habe, aber nicht getraut, zu erwarten.
Etwas ganz Besonderes
Die Zeit ist viel zu schnell vergangen, Beschwerden haben sich in Luft aufgelöst, meine Emotionen sind zum Teil nicht nur für mich anstrengend „übergekocht“. Aber Heidi führte mit uns stundenlange Gespräche, und so lösten sich viele Ängste und Unsicherheiten in mir auf.
Wir, Heidi und Taya mit Personal und den Gästen: Monika, Angelika, Michael und ich, waren ein starkes Team. Wir erlebten eine sehr schöne, gemeinsame Zeit – und wir wussten: Daß ist ganz was Besonderes. Ich wünsche mir ein Wiedersehen – so bald wie möglich.
Liebe Weggefährten, alles alles Liebe und Gute … Wohlbefinden und den Einklang Körper – Geist und Seele!!!
Bussi Eva