Sonjas ayurvedischer Behandlungsbericht:

Ich bin 27 Jahre alt und litt unter einer völligen Fruktose- und Laktoseunverträglichkeit. Das heißt, ich konnte Frucht- und Milchzucker nicht verdauen. Starken Bauchschmerzen und Übelkeit folgten immer Blähungen und Durchfälle.

In Österreich empfohlen wird, die Problemnahrungsmittel für mindestens vier Wochen zu meiden und dann wieder langsam in den Ernährungsplan zu integrieren. Doch danach ging es mir noch schlechter.

Vor dieser Auslassdiät vertrug ich noch einige Obstsorten in roher Form, doch danach hatte ich schon bei geringsten Mengen Obst und Milchprodukten erhebliche Bauchschmerzen. Ich war am Verzweifeln, da ich vor allem Obst immer gern gegessen hatte. Die Schulmedizin konnte mir nicht mehr weiterhelfen. Laktosefreie Produkte und keinerlei Obst schien mein tragisches Schicksal zu sein.

Der natürliche Weg – ohne Hormone!

Weiters hatte ich seit Beginn meiner Pubertät Probleme mit meiner unregelmäßigen Periode. Dies verschlimmerte sich dahin gehend, dass sie seit nun mehr 2 Jahren ganz ausblieb.

Nach Untersuchungen inkl. Hormontest, stellte sich heraus, dass organisch kein Problem vorläge und es rein hormonelle Störungen seien. Der Arzt wollte mir Hormone verschreiben, was ich jedoch dankend ablehnte. Ich wollte es auf natürlichem Wege schaffen – ALLES!!

Ich beschäftigte mich seit einigen Jahren mit Ayurveda und versuchte auch zu Hause danach zu leben. Immer öfter schien mir dieses „Wissen vom Leben“ auch bei meinen Problemen weiterhelfen zu können. Da in Österreich Ayurveda noch nicht sehr bekannt ist, erhielt ich wenig Zuspruch oder Befürwortung für dieses Behandlungssystem.  Egal, ich war überzeugt davon und suchte via Internet nach Behandlungszentren. So stieß ich auf Heidis Kurangebot und buchte vier Wochen Aufenthalt.

Mit großer Hoffnung und auch Spannung kam ich im Hause „Arnika“ an. Von allen wurde ich sehr herzlich aufgenommen.

Viele Arztbesuche, bittere Medizin, schmackhaftes indisches Essen

Der Arzt, ein sehr erfahrener Mann, kam fast täglich, um nach dem Befinden von meinen beiden Kurkolleginnen und mir zu sehen.

Er verschrieb zahlreiche Pülverchen, Tabletten, Säftchen usw… Die aus Kräutern, Wurzeln, Gräsern, Samen usw. hergestellten Medizingetränke kosteten mich manchmal einige Überwindung, sie zu trinken. Jedoch: Ich wollte gesund werden!

Zu meiner Rettung, schmeckte mir das Kerala – Essen sehr gut. Schon zum Frühstück wurden wir mir Kokoscreme, Dhals, Gemüsecurrys, Doshas und weiteren indischen Frühstücksgerichten verwöhnt.

Für uns ist ja ein „warmes Frühstück“ eher ungewöhnlich, jedoch in Indien wird sehr viel Wert auf frisch gekochte Speisen gelegt.

Zu Hause essen wir eigentlich „Fast Food“ zum Frühstück! Honig- oder Schinkenbrot, Kaffe, Tee oder sogar etwas Süßes zum Frühstück, ist aus ayurvedischer Sicht nicht sehr sinnvoll.

Zum Mittagessen wurden immer viele köstliche Gemüsegerichte mit Reis serviert! Das Gemüse selbstverständlich immer knackfrisch vom Markt.  Für mich ein Gedicht, dies viele und teilweise unbekannte Gemüse. Ich selbst esse nicht gerne Fleisch und habe jahrelang vegetarisch gelebt. Für manche bedeutet es vielleicht eine größere Umstellung, ohne tierisches Eiweiß,

Genuss am Essen zu finden.

Ein kulinarisches Erlebnis!

Am Anfang war mir alles etwas zu scharf, da ja in Indien viel Chili verwendet wird. Sehr nett fand ich daher, dass für mich oft etwas „mit weniger Schärfe“ gekocht wurde.

Wir staunten nicht schlecht, was man aus verschiedenen Blättern, Gemüse- und Obstsorten alles so zaubern kann! Täglich gab es Currys (Gemüsegerichte), Torren (diverses klein geschnippeltes

Gemüse oder Blätter mit frischen Kokosnußraspeln) und gedünstetes Gemüse. Eines bitter, süß, zusammenziehend, sauer, scharf – einfach alle Geschmacksrichtungen waren vorhanden!!

Mmmmh….. Auch die Gewürze verliehen den Speisen eine ganz eigene Note. Es tut mir leid, dass wir zu Hause oft nicht die Zutaten haben, (zB. Bananenblüten, frische Kokosnüsse, Amlafrüchte, Bittergurken, diverse Blattgemüse…) da ich gerne zu Hause auch öfter so indisch kochen würde….

Abends wurde wieder Reis mit Gemüse serviert. Am Anfang dachte ich, es wird mit der Zeit fad, jeden Tag Reis zu essen.

Jedoch schmeckte mir der Reis alle 4 Wochen sehr gut, da ja die Gemüsegerichte ständig wechselten.

Also für mich war die Ayurveda-Kur auch ein kulinarisches Erlebnis, dass ich nicht missen möchte!

Intensive Behandlungen – Hingabe, Fürsorge, Genauigkeit

Sehr überraschte mich die Intensität der Behandlungen. Oft waren 2 oder sogar 3 Masseure, 1 bis 1,5 Stunden je Behandlung, bei mir beschäftigt. Diese Hingabe, Fürsorge und Genauigkeit, glaube ich, nicht in meiner Heimat erfahren zu können.

Für jeden Konstitutionstyp, bzw. für jede Beschwerde, ein spezielles Öl, spezielle Prozedur, andere Temperatur, Tageszeit, einfach auf alles wurde geachtet! Sogar das Duschwasser wurde extra auf offenem Feuer mit 10 verschieden Zutaten jeden Tag frisch gekocht. 

Durch diese intensiven Behandlungen erfuhren wir nicht nur körperliche, sondern auch seelische Höhen und Tiefen. Meist hatte ich nur das Bedürfnis zu ruhen, einfach nichts zu tun.

Auf einmal vertrage ich Milch!

Ich sprach sehr gut auf die Behandlungen an und sollte, nach nur zweieinhalb Wochen, das erste Mal Milch probieren! Gleich am Morgen zum Frühstück trank ich mit viel Genuss meine Tasse Milch und wartete….

Die verging Zeit —— und es passierte nichts!

Kein flaues Gefühl im Bauch, kein Zwicken und kein Durchfall!

Nach einigen Stunden wusste ich: Jetzt ist die Milch gut verdaut und fiel vor Freude allen um den Hals. Jedem erzählte ich, dass ich die Milch ohne Probleme vertragen hatte.

Ein neues Leben

So ging es nun weiter! Ein Erfolgserlebnis nach dem anderen: Äpfel, Papaya, Bananen, Ananas, Dattel, Milch und Joghurt……. alles konnte ich wieder vertragen.

Nach so kurzer Zeit wurde mir ein „neues Leben“ geschenkt. Es war ein herrliches Gefühl wieder herzhaft in einen Apfel beißen zu können!

Es schien mir wie ein WUNDER!!!  Die „bittere Medizin“ hatte wunderbar gewirkt.

Für mein anderes Problem brauche ich noch etwas Geduld. Ich bekomme noch Ayurveda-Medikamente für zu Hause mit. Ich bin sicher, dass auch dieses bald gelöst ist.

Mit Worten kann ich den Dank, den ich empfinde, gar nicht ausdrücken. Ich hoffe es reicht, mir in mein freudestrahlendes Gesicht zu sehen und sich von meinem Glücksgefühl anstecken zu lassen!

In Liebe und Dankbarkeit

Sonja