Burkard berichtet von seiner Kurerfahrung:

Meine Erfahrung mit dem Haus Arnika und seinem Team: 

In aller Kürze: 

  • Anwendungen: sehr gut, individuell ausgerichtet, hochwertige Materialien; Betreuung: sehr gut, ohne auf Händen geschaukelt zu werden; 
  • Gastlichkeit: sehr gut, da familiär, Herzensnähe möglich, wenn gewollt; 
  • Unterkunft: sauber, gepflegt, ohne Schnickschnack, aber gemütlich; 

Für dich gut, wenn du Wert legst auf intensive und individuelle Behandlung, ohne Park mit Swimmingpool leben kannst, indisches Leben nicht scheust und unwichtige europäische Standards (Klimaanlage, permanent Strom/Internet usw..) für diese Zeit hinter dir lassen kannst, offen bist für eine echte Begegnung mit dir selbst (frei nach C. Valentin: morgen besuche ich mich mal – bin gespannt, ob ich zuhause bin). 

Nicht für Wellness-Suchende mit Kurzweil-Anspruch. 

…und ausführlich: 

Bei meiner Suche nach Angeboten zu Panchakarma in Indien fand ich unzählige Angebote: Ressorts, Hotels, Ashrams usw… Nachdem ich die Suche durch das Wort „authentisch“ eingrenzte, landete ich schnell auf der Seite von Heidi und Jaya. 

Dann ging alles sehr schnell, 14 Tage später wurde ich von Heidi am Airport Trivandrum abgeholt. 

So begann meine Reise zu mir selbst, gewiss nicht immer einfach und leicht, dafür aber sehr wirk- und heilsam. 

Am Ankunftstag Treffen mit Doktor, am nächsten Tag ging es los mit Ölmassage am Morgen (wunderbarer Tagesbeginn für mich um 6.30, zwischen Nacht und Tag, oben auf der Dachterrasse, 25 Grad), ca. 1 Stunde. 

Nachmittags etwas kürzere Massage mit anschließendem Schwitzbad. 

So ging das sieben Tage lang, danach folgte die erste Purification (Ausleitung und Fasten). Die nächsten sieben Tage gab es morgens Kräuterstempelmassage, nachmittags einen Öl-Stirnguss. 

Am 16. Tag dann die zweite Purification, danach weiterhin Kräuterstempel morgens und Milch-Stirnguss nachmittags. 

Ab dem 21. Tag morgens Pizchil (Ölgussmassage 4-händig) bis zum 28. Tag. Ab dem 26. Tag nachmittags dann ein Wechsel zu Nasjam.  Am 29. Tag die dritte und letzte Purification – und das Ende der Kur. 

Teils unbeschreiblich waren für mich die Gefühle während der Behandlungen, vor allem beim ersten Stirnguss (tiefste Entspannung, innere Harmonisierung, auf der Grenzlinie zwischen Wach und Schlaf, fühlen der Einheit mit mir und der Welt, loslassen jeglicher Kontrolle ….). 

„Königliche“ Ölgüsse und Ende der Schlafprobleme 

Ein weiterer Höhepunkt der Treatments waren die Ölgussbehandlungen der letzten 7 Tage. Da konnte ich sehr gut nachvollziehen, dass diese Kur ursprünglich Königen und Fürsten vorbehalten war. Aber auch die anderen Behandlungen haben positive Erinnerungen hinterlassen, auch wenn z.B. das Nasjam nicht nur angenehm im Sinne von Wohlfühlen war, doch hinterher spürte ich eine wunderbare Klarheit im Kopf. 

Meine (seit mehr als 12 Jahren bestehenden) Schlafprobleme lösten sich gegen Ende der Behandlungstage, trotz erschwerter Umstände wie nächtliche Hitze, lautstarke Tempelfeste und Hundegebell bis tief in die Nacht. 

Ich kann mich dem Schlafe wieder hingeben, ich bin glücklich. Ein bisschen abgenommen habe ich auch (von 79 auf 75 Kilo), insgesamt fühle ich mich stabiler, gelassener und befreit von alten Schlacken. 

Familiäre Atmosphäre, tiefgehende Gespräche 

Die Behandlungen wirkten bei mir fast mehr geistig/seelisch als körperlich. Ich denke, es geschieht das Notwendige in der Art, wie du es zulässt. Die Wirkungen sind individuell und können – wie die Behandlungen – sehr verschieden sein. 

Mitwirkend an der tiefen Intensität ist dabei für mich der Rahmen, den Heidi und Jaya für uns Gäste kreieren: die Atmosphäre ist familiär, eine warmherzige Nähe zueinander ist möglich, Offenheit, tiefe Gespräche und Austausch von Empfundenem, viel viel Lachen (ich glaube, meine Bauchmuskeln wurden am stärksten trainiert). 

Kompetenz, Gelassenheit, hohe Qualität 

Auch das Erleben der Helferinnen in der Küche, die gelebte Nähe, die Kompetenz der Behandelnden (Sreekant, Tara und Jaya), deren Einlassen auf individuelle Befindlichkeiten, die gelebte Gelassenheit, das alles trägt zum Genesen bei. 

Hinzu kommt, dass Heidi und Jaya sehr auf eine hohe Qualität der Anwendungen achten. Z.B. werden die Kräuter für die Stempelmassage selbst zusammengestellt, teils aus eigenem Anbau. Sie werden nach alten Rezepturen zubereitet, ehe sie zum Einsatz kommen – und für jeden Behandelten extra. So geht es mit allen zum Einsatz kommenden Mitteln: sie sind sorgfältigst ausgesucht und werden speziell für jeden Gast nach dessen Bedarf verwendet. Anpassungen der Anwendungen je nach Reaktion konnte ich immer wieder erleben, und die Sorgfalt, mit der wir behandelt werden, lässt sich meiner Ansicht nach nicht toppen. 

Ja, und die Negativ-Liste? 

Als da wären: 

Am Anfang die Frage: was mache ich denn die ganze übrige Zeit, außerhalb der ca. 1,5 bis 2 Stunden Treatments, 3x Essen, Schlafen, Ausruhen, Gesprächen, Spaziergängen, Lesen? Nix!!! 

Du wirst merken, dass dir schon nach ein paar Tagen die obige Aufzählung völlig reicht. Denn diese Art der Behandlung, der Tiefenreinigung, kostet viel Energie. Ich und auch die anderen Gäste waren eher zu schlapp, um noch irgend etwas anderes auf die Beine zu stellen. Und nach nunmehr 30 Tagen hier kann ich nicht sagen, dass mir irgendwann die Zeit zu lang wurde – außer, wenn ich Heimweh nach meinen Liebsten bekam, aber das war Teil meines persönlichen Films. 

Etwa einmal die Woche war auch ein Stadtbesuch drin, aber nach ein paar Stunden im Getümmel von Trivandrum war der Bedarf nach solcher Art Abwechslung gestillt. 

Zum Glück sind Heidi und Jaya nicht soooo streng, und arrangieren mit entsprechendem Einsatz auch die Erfüllung mancher Konsumwünsche.  

Das Essen: am Anfang neue Sinnesgenüsse, nach vier Wochen sehnte ich mich nach mehr Abwechslung. 

Aber auch hier die Lösung: Schonkost „little spicy“, unterstützt halt die Behandlung. 

Nun habe ich noch drei Tage hier, ohne Behandlung. Ich werde sie für Strandbesuche und nicht mehr ganz so gesundes Essen nutzen. 

Fazit: siehe meine Einlassung am Anfang. 

Danke an Heidi, Jaya und ihr Team 

Burkhard