Die Lehre von den drei Doshas

Drei Doshas im Ayurveda – Vata, Pitta und Kapha – bilden die Grundlage dieser jahrtausendealten Heilkunde. Sie bestimmen das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele und prägen unsere individuelle Konstitution und Gesundheit.

Ayurveda offenbart seinen ganzheitlichen Ansatz in der Lehre von den drei Doshas

Sie bildet die theoretische Grundlage dieser Heilkunde und ermöglicht das Verstehen der vielfältigsten Zusammenhänge in der Natur und im gesamten Kosmos. 

Das Bioenergiesystem des Menschen besteht aus den drei unterschiedlichen Bioenergien, den drei Doshas, genannt VATA, PITTA, KAPHA. 

VATA enthält das Luft- und Raumprinzip, 

PITTA das Feuer- und in geringem Maße das Wasserelement 

KAPHA das Erd- und Wasserelement 

Diese drei Bioenergien wirken nicht nur im Menschen, sondern 

darüber hinaus im ganzen Universum. 

Kein Tier, keine Pflanze, keine Materie existiert ohne Doshas. 

Die Verteilung dieser Doshas ist in jedem Menschen 

verschieden und macht seine Individualität aus. 

Jeder Mensch hat – aus ayurvedischer Sicht – eine Geburtskonstitution (genannt Prakriti), die seine individuelle, unverwechselbare Dosha-Verteilung darstellt. 

Diese Geburtskonstitution stellt zugleich unsere bestmögliche 

körperliche, seelische und geistige Gesundheit dar und einen 

Zustand des energetischen Gleichgewichts, der es uns ermöglicht, 

unsere eigentliche Lebensaufgabe im bestmöglichen Sinne zu erkennen und zu erfüllen. 

Im Laufe des Lebens können wir durch verschiedene Umwelteinflüsse und falsche Lebensweise in ein energetisches Ungleichgewicht geraten. Auf dem Nährboden dieses psycho-physiologischen Ungleichgewichts entstehen im Wesentlichen unsere Krankheiten und Beschwerden

Aufgabe des Ayurveda-Arztes ist es, festzustellen, welche Ursachen (Dosha-Abweichungen/Verschiebung der biologischen Energien) diesem Ungleichgewicht zugrunde liegen. Dies geschieht u.a., indem der Ayurveda-Arzt eine Pulsdiagnose vornimmt. Dieselbe gibt – neben einigen anderen Merkmalen- Aufschluss über die Abweichung von der Geburtskonstitution. 

Viele Patienten beschäftigen sich zunächst mit der Frage: Wie kann denn meine Geburtskonstitution – d. h. meine Dosha-Konstitution zum Zeitpunkt der Geburt (Prakriti) die zugleich mein bestmögliches Gleichgewicht darstellt, festgestellt werden? 

Hierzu ist zu sagen, dass wir – bestimmte körperliche Merkmale unserer Geburtskonstitution – auch bei energetischem Ungleichgewicht immer behalten, die dem geübten Blick des Ayurveda-Arztes nicht entgehen. 

„Ihre Seele weiß, was gut für Sie ist. 

Die AYURVEDA-Medizin auch!“ 


Immer wieder werde ich gefragt, ob Ayurveda eine Heilmethode für „den Westen“ sein kann, da es doch aus einem so anderen Kulturkreis stammt.
Ayurveda basiert auf den allgemein gültigen Gesetzen des Universums. Danach ist alles aus fünf Elementen aufgebaut: Luft und Raum, Erde, Wasser, Feuer.
Sowohl die uns umgebende Natur mit dem Pflanzen- und Tierreich, wie auch die sogenannte unbelebte Natur ist aus diesen Elementen zusammengesetzt.  Egal, ob im Osten, im Westen, im Norden oder im Süden. Die Prinzipien des Kosmos gelten auf allen Ebenen dieser Welt, also auch im Mikrokosmos unseres Köpers.

Westliches Denken neigt dazu, das Individuelle zu verallgemeinern. Was gut ist für einen, muss auch gut für den/die anderen sein. Die gleichen Symptome muss man doch mit den gleichen Mitteln behandeln können.

Ganz anders das Denken im Osten. Der Mensch in seiner Einmaligkeit wird gesehen, sowohl beim gesunden wie auch beim kranken Menschen. Erfahrung und Beobachtung haben einen hohen Stellenwert im Ayurveda – nicht das Analysieren oder sogenannte objektive Tatsachen.
 
Das ist es, was der Westen vom Osten lernen kann. Es geht nicht in erster Linie darum, ob wir ein paar ayurvedische Medikament einnehmen oder uns mit Massagen verwöhnen lassen.
Ayurveda ist eine natürliche Heilmethode, die über die Schulmedizin hinaus geht
Wir im Westen können die Grundprinzipien des Ayurveda verstehen, damit wir optimalen Nutzen aus einer Ayurveda-Behandlung haben und im Alltag das Jahrtausende alte Wissen sinnvoll – ohne großen Aufwand – anwenden können.