Festessen a la Kerala

Zu einer  Hochzeitsnachfeier bei uns im Haus, gab es das traditionelle keralesische Festessen: Sadhya
Dafür werden 15 verschiedene Gerichte serviert , alle vegetarisch

Ingwer-, Zitronen-,  und Mangopickles

Gurken Pachadi

Rote Rüben Kichadi  –  cremig gemixtes Gemüse mit Joghurt

Karotten Kichadi

Weißkraut – Thoran = feine geschnittenes Gemüse mit Kokosraspeln

Aviyal —  ein Mischgemüse aus Gurke, Schlangengurke, kleine Buschbohne, grüne Banane, Drumsticks ,Karotten, Chena, grüner Chili und geraspelte Kokosnuss

Parippu — ein Dalgericht mit green gram (grüne Mungbohnen)

Sambar — Eintopf mit gelben Linsen und vielerlei Gemüse

Pulissery – Soße mit Joghurt, Ananas und Gurke

Rasam — eine spezielle Tomatensuppe mit Tamarindensaft

More — Joghurtsoße mit frischem Ingwer und Salz

Papadam – knusprige Fladen aus Kichererbsenmehl

Bananenchips und frische Banane

Payasam – Nachspeise mit Cashewnüssen und Rosinen

Die Gerichte werden auf einem Bananenblatt mit Reis in einer bestimmten Reihenfolge serviert

Keine Überschwemmungen in Trivandrum – große Hilfsbereitschaft für betroffene Gebiete

Uns erreichen besorgte Anfragen, wie es uns zur Zeit geht, denn wieder werden in Deutschland „Überschwemmungen in Indien, besonders in Kerala“ gemeldet. Deshalb hier ein paar Informationen zur Lage:

Die Stadt Trivandrum (Thiruvananthapuram) )und der gesamte Distrikt sind nicht von den Überschwemmungen betroffen! Zwar herrscht auch hier Monsun, jedoch ist das Wetter für diese Jahreszeit normal: Regen, Bewölkung und Sonne wechseln sich ab, die Temperaturen liegen tagsüber um die 30 Grad und kühlen nachts auf 23 bis 25 Grad ab. Auch für die kommenden Tage gibt es für Trivandrum keine Wetterwarnungen.

Von den gemeldeten Starkregefällen und Überschwemmungen betroffen sind die nördlicheren Distrikte Wayanad, Malappuram und Kozhikode. Trivandrum ist der südlichste Bezirk Keralas und von den Überschwemmungsgebieten 350 bis 450 km/h entfernt.

Große Hilfsbereitschaft in Kerala, alle machen mit!

In ganz Kerala – auch bei uns in Trivandrum – ist die Hilfsbereitschaft für die Krisengebiete riesengroß: in mehreren Sammelstellen werden Nahrungsmittel und Getränke, Kleidung und
Medikamente gesammelt. Unzählige Freiwillige helfen beim Sortieren, Verpacken und Beladen der Lastwagen, die die Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete bringen. Unternehmen, Verbände und
NGOs helfen bei der Organisation und tragen dazu bei, die Welle der Hilfsbereitschaft bei den Betroffenen schnell ankommen zu lassen.

Rettungseinheiten des Militärs sind im Auftrag der Regierung ebenfalls im Einsatz, um Lebensmittel in von der Außenwelt abgeschnittene Dörfer zu transportieren. So schlimm die Ereignisse in einigen Gebieten auch sind, so erreichen sie doch zum Glück nicht die Ausmaße der Flutkatastrophe im letzten Jahr 2018, als 40% mehr Regen fiel als normalerweise.

Auch damals war Trivandrum nicht betroffen und konnte viele Ressourcen mobilisieren, um öffentliche und private Hilfe zu leisten.
Auch unser Haus beteiligt sich regelmäßig mit Spenden an den Hilfsaktionen.

Janusköpfiger Monsun

Der Monsun ist ein jährlich wiederkehrendes Naturereignis, das für Flora und Fauna, aber auch für die Landwirtschaft unverzichtbar ist. Die „dunkle Seite“ des Monsuns sind jedoch Starkregen, die in manchen Jahren große Schäden anrichten – insbesondere in Nord- und Zentral-Kerala. Nach dem Abklingen der Regenzeit, die bis September geht, zeigt sich die Natur wieder in frischer Schönheit,die beste Reisezeit beginnt

Eingetragen am: 13.08.2019
Thema: Kerala

Ayurveda-greenhorner

Liebe Heidi und Taya,

Mitte Februar 2019 kamen wir als Ayuveda-greenhorner in Indien an.
Nur zwei Wochen später wussten wir mehr.

Da waren Körpermassagen (Abyanga), Kräuterdampfbäder (Svedana), warmes Kräuteröl für lokale Anwendungen (Kadivasti), Synchrone Massagen (Pizhichil), Stirnguss (Dhara/Shirodhara) mit Kräuteröl oder Kräutermilch, Massagen mit Kräuterbeutel ( Elakizhi),

      7 Zutaten und 7 verschiedene  Kräuter für Kizhi (Kräuterbeutel-Massage)

Frisch zubereiteten Tee zum trinken und Kräutermedikamente zum Einnehmen.

Wir reagierten unterschiedlich auf die vielfältigen, intensiven Treatments. Doch wir merkten schnell, wie gut das alles tut!! Und man fühlte sich so umsorgt. Bei euch in Haus konnte man wirklich die Seele baumeln lassen und den Alltag vergessen.

Die Therapeuten, die Köchin und Hilfen, die Putzfrau und natürlich Ihr, tragt dazu bei, dass dieser Ort eine Oase der Erholung und des Wohlbefindens ist.

In „balance“ und gestärkt für das Leben außerhalb des Paradieses zogen wir wieder in den Alltag.

Vielen Dank für die liebevolle Fürsorge, wir haben uns sehr wohl gefühlt.

Wir waren nicht das letzte Mal hier!

DANKE

Alles Liebe für euch,

Dorothey und Lisa

Angeschlagenes Nervensystem

Mein fünfwöchiger Aufenthalt bei Heidi und Taya begann kurz nach Weihnachten
Die ersten Behandlungen erhielt ich bereits am Tag nach meiner Ankunft.
Der Arzt war schon am Abend vorher da gewesen um meine Beschwerden zu ermitteln und darauf basierend die entsprechenden Behandlungen und Medikamente festzulegen.
Bei mir ging es insbesondere um mein angeschlagenes Nervensystem und Schlafprobleme.

Vor der Kur war mir von verschiedenster Seite geraten worden, ein paar Tage ins Akklimatisieren sowohl in Indien als auch wieder zu Hause zu investieren.
Ich habe mich aber entschieden, die Zeit, die mir zur Verfügung stand voll auszunutzen, unmittelbar nach meiner Ankunft mit den Behandlungen zu beginnen und auch erst zum spätestens möglichen Zeitpunkt wieder nach Hause zu fliegen.
In meinem Fall hat sich dies als die richtige Entscheidung herausgestellt.
Ich war innerlich so bereit für die Kur, dass ich keinen Tag länger hätte warten wollen.
Mit dem Klimawechsel hatte ich keine Probleme, auch wenn derTemperaturunterschied zwischen meine Abflugs- und Ankunftsort über dreissig Grad betrug.
Und obwohl  mir wieder zu Hause angekommen nur ein Wochenende zur Verfügung stand bevor der Alltag wieder begann, war auch dies für mich mit keinen Problemen verbunden.

Die erste Phase meiner Kur begann mit einer Ganzkörper Ölmassage am Morgen und mit einem warmen Ölstirnguss (Shirodhara) am Nachmittag.
Die Ganzkörpermassage war ganz schön schmerzhaft, sogar in meinen Schienbeinen hatte ich Verspannungen. Der Shirodhara am Nachmittag war dafür umso entspannender. Einen solchen Frieden wie während dem Stirnguss habe ich noch selten erlebt. Je länger mir die Therapeutin,
Öl über die Stirne fließen ließ, desto ruhiger wurde die Welt um mich herum.
Ein wirklich ganz besonderes Erlebnis.

Der Therapeutin gegenüber habe ich von Anfang an grosse Dankbarkeit und ein tiefes Vertrauen empfunden. Sie hat sich meinem Körper mit grosser Achtsamkeit, Sorgfalt und Bestimmtheit angenommen und ich fühlte mich bei ihr vollständig aufgehoben und wahrgenommen.

Beide Behandlungen lösten in meinem Körper rechte Reaktionen aus; erstere hatte einen mehrtägig anhaltenden Ganzkörperausschlag zur Folge, letztere starke Kopfschmerzen am Abend.
Den Ausschlag hatte ich erwartet, da ich weiss, dass ich über die Haut entgifte.
Die Kopfschmerzen dauerten nur ein paar Stunden und sind danach nicht mehr
wiedergekehrt.
Alles in allem hatte ich mit heftigeren Symptomen am Anfang der Kur gerechnet.

Nach sieben Tagen stand dann auch schon der erste Ausleitungstag an. Die Ausleitung schliesst eine Behandlungsphase jeweils ab und wirkt auf physischer und psychischer Ebene unglaublich befreiend. Dies entschädigt für das wenig schmackhafte Öl, das am Morgen früh zu sich genommen werden muss.

Zweite Phase
Die Therapeutin klopfte und massierte meinen Körper morgens kräftig mit einem in Öl gewärmten Kräuterstempel.
Die Behandlung war entspannend und anstrengend zugleich. Ganz deutlich merkte ich danach, wie wichtig das Ruhen einerseits aber auch wie wichtig die vorherige Phase für diese weitere Behandlung andererseits gewesen war. Die Behandlungen bauen aufeinander auf und die vom Arzt für jede Person individuell festgelegte Reihenfolge macht Sinn. Dies habe ich insbesondere zu Beginn jeder neuen Phase ganz stark wahrgenommen. Die Nachmittagsbehandlung in der zweiten Phase bestand wiederum aus einem Stirnguss, dieses Mal jedoch aus einem kalten.
Die Wirkung war dieselbe wie beim warmen Guss.

In der dritten Phase wurde ich frühmorgens noch vor Sonnenaufgang synchron mit warmem Öl begossen, was ich als das Paradies auf Erden empfand. Danach warm eingepackt auf dem Liegestuhl in die Palmen zu blicken und einen warmen Tee zu geniessen war eine unglaubliche Wohltat nicht nur für den Körper sondern auch für die Seele. Wegen Knieproblemen wurden in dieser dritten Phase meine Knie am Nachmittag mit einem warmen Ölguss behandelt. Wie wirksam dies war, habe ich erst zu Hause richtig gemerkt. In den verbleibenden Tagen vor meiner Abreise wurde ich zur zusätzlichen Stärkung meines Nervensystems mit Reisstempeln (Navarjakizhi) von zwei Personen gleichzeitig massiert und kam am Nachmittag nochmals in den Genuss des warmen Shirodhara.

Die Zeit zwischen und nach den Behandlungen habe ich mit Ruhen, Dösen auf der Terrasse, mit Lesen, mit Gesprächen mit den anderen Gästen, mit Nichtstun und – es darf nicht unerwähnt bleiben: mit Essen verbracht. Wenn ich an die vielen leckeren und exotischen Gerichte und frischen Früchte denke, läuft mir immer noch das Wasser im Mund zusammen. Was ebenfalls nicht unerwähnt bleiben darf, sind Heidi’s und Taya’s viele kleinen Aufmerksamkeit, die dazu beigetragen haben, dass ich mich so geborgen und für die fünf Wochen richtig zu Hause gefühlt habe. Die vielen spannenden und manchmal sehr wichtigen Gespräche mit Heidi möchte ich nicht missen und haben meine Kur noch auf anderer Ebene verstärkt.

Wie geht es mir jetzt – zwei Monate nach der Kur? Die Schmerzen in meinem einen Knie sind weniger geworden und ich bin in meinen Bewegungen viel weniger eingeschränkt wie vorher. Mit dem Schlafen habe ich nach wie vor Mühe, aber ich schlafe jetzt öfters mal eine Nacht durch. Ayurveda allein kann nicht alles heilen, dazu braucht es oft auch eine Änderung der Lebensumstände… Grundsätzlich fühle ich mich aber viel gelassener als vor der Kur und es gibt immer wieder Momente, in denen ich klar wahrnehme, dass ich innerlich wieder viel stärker geworden bin.
Mein Nervensystem hat sehr profitiert, von der Kur. Und als letztes: es ist wieder mehr Fluss in meinem Leben und für das bin ich unendlich dankbar!

Simone – Schweiz 

Pongala …

…das größte Frauenfest der Welt. In Trivandrum/Kerala am
   20. Februar 2019  (eingetragen im Guinness Book
   of World Records )

Pongala heißt „überkochen“. Frauen kochen eine süße Reisspeise zu Ehren der Göttin vom
Attukal Bhagavathy Temple.

         Altäre zu Ehren der Göttin sind zahlreich aufgebaut

Alle Straßen und Plätze im Umkreis von mehreren Kilometern sind von Frauen belegt

Das Feuer wird angezündet – gebracht vom Tempel

Frauen in Festtagskleidung

Saure Früchte

In unserem Garten wachsen saure Früchtchen auf zwei kleinen Bäumen.

Die Früchte sehen wie kleine Gurken aus und hängen direkt am Stamm.

Diese Früchte werden ausschließlich zu Pickles verarbeitet, d.h. sie werden in einem Sud mit viel Chilipulver eingelegt.