Safran – das teuerste Gewürz der Welt

wissenschaftlicher Name: Crocus sativus
Verwendete Pflanzenteile: Blüte (Narben)    
Aus der Blüte schauen drei aromatisch duftende orange-rote Stempelfäden, die als Gewürze oder Färbmittel (Safran ist ein sehr starkes Färbmittel. Für die Färbung von 3 Liter Wasser würden schon zwei trockene Stempelfäden reichen.) benutzt werden.
Ursprünglich kommt der Safran-Krokus wahrscheinlich aus Griechenland und Kleinasien. Bereits rund 1000 v.Chr. würzten die Perser mit Safran, bei den Phöniziern genoß er hohes Ansehen, die Griechen und Römer schätzten ihn. Um 900 n.Chr. brachten wohl arabische Händler den Safran nach Spanien, um 1330 gelangte er unter Edward III. nach England, wo er bis Anfang des 20. Jahrhunderts angebaut wurde.
Nürnberg war in Deutschland die bedeutendste Stadt im Safranhandel. Der Safran gelangte mittels berittenen Boten aus Italien nach Deutschland. Safranfälscher wurden in Nürnberg um 1500 zusammen mit ihrer Ware verbrannt.
Safran war und ist ein kostbares Gewürz, denn von Hand müssen für 1 Kilogramm Gewürz 100.000 bis 200.000 Blüten abgesammelt werden. Jede Blüte hat drei Narben. Es gibt verschiedene Qualitäten im Handel: den elegierten Safran, der nur aus Narben besteht, und den naturellen Safran, der zu den Narben auch Griffelreste beinhaltet. Der Welthandel schlägt jedes Jahr mehrere tausend Pfund um, dafür werden sehr viele Blüten benötigt. Safran wird wegen seiner Kostbarkeit und Seltenheit häufig verfälscht.
Safran wird aufgrund seines Preises nur in kleinen
Mengen gehandelt, 2 Gramm sind bereits eine große Menge.

Heilwirkung: Safran ist ein stark wirksames Mittel, um das Blut, den Kreislauf und den Stoffwechsel ganz allgemein revitalisiert.
Im Ayurveda wird er als das beste Anregungsmittel angesehen, bes. für Frauen.
Er gehört zu den besten Gewürzen, die die Tätigkeit der Leber und der Milz regulieren. Bereits kleine Mengen verstärken die Wirkung anderer Heilpflanzen und fördern den Gewebeaufbau im ganzen Körper.
Safran hat eine wohltuende Wirkung auf das Gedächtnis und verbessert die Arbeit der Sinnesorgane .
Safran fördert auch die Zellstoffarbeit in den tieferen Geweben.
Man nimmt Safran zur Magenstärkung, zur Appetitverbesserung, bei Leberkrankheiten.

Und in einem alten Kochbuch steht: „Safran ist gut dem Miltz, stärket das Hertz und macht ein frölich Geblüt.

Um den aromatischen Duft zu bewahren, sollte Safran nicht allzu lange gekocht werden. Es empfiehlt sich, die Staubfäden einige Minuten in etwas warmem Wasser einzuweichen und mit der Flüssigkeit gegen Ende der Garzeit dem Gericht zuzugeben. Eine noch intensivere Färbung erhält man, wenn die Safranfäden frisch gemörsert werden.

Safran muss vor Licht und Feuchtigkeit geschützt in fest schließenden Metall- oder Glasgefäßen aufbewahrt werden, da das Gewürz am Licht schnell ausbleicht und sich das ätherische Öl relativ leicht verflüchtigt.

safran

Eingetragen am: 12.10.2012
Thema: Alle Artikel, Gewürze und Kräuter

2 Kommentare zu »Safran – das teuerste Gewürz der Welt«

  1. Ist aber schon so, das man nicht zu größen Mengen essen soll, oder? Giftig?

  2. Schon der Preis für Safran in guter Qualität läßt es wohl nicht zu, dass er in größeren Mengen verspeist wird :))
    Habe nachgelesen: „Und in grösseren Mengen hat Safran eine narkotisierende Wirkung (eine Dosis von 10-12g kann sogar tödlich sein.) “
    Daraus folgt:die Menge machts. Bevor du dich also an Safran vergiftest bist du arm
    Normalerweise verwendet man 2-3 Fäden für ein ganzes Gericht oder für 1 ltr. Flüssigkeit

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