Behandlung versus Wellness

Im traditionellen Ayurveda muss man von Behandlung sprechen – nicht von Kur im westlichen Sinn –> in der man einige Massagen, Anwendungen  ect. erhält und dann den Tag nach eigenem Belieben gestalten kann)

Eine traditionelle Ayurveda-„Kur“ erfordet  vielmehr die  Beachtung eines vorgeschriebenen Ablaufes und gewissen Regeln, die sich über die Jahrtausende bewährt haben.

Im traditionellen Ayurveda gliedert sich eine Behandlung in drei Abschnitte:
1. Vorbereitung
2. Behandlung
3. Stabilisierung

In der Regel  werden 7 Tage für einen Behandlungsabschnitt vorgesehen.
Wenn wenig Zeit zur Verfügung steht, sind es 5 Tage, bei mehr Zeit können
es 9 oder   2 x 7 = 14 Tage sein.
Also IMMER eine ungerade Zahl !
Im Anschluss an einen Behandlungsabschnitt folgt ein Reinigungs/Ausleitungstag
(Nicht Ruhetag!!)
D.h. es gibt drei Behandlungsabschnitte, die zeitlich in einem gewissen Verhältnis stehen.

Als Beispiel:
Vorbereitung 7 Tage — dann 1 Reinigungstag/ Ausleitungstag
Behandlung  7 Tage — wieder 1 Reinigungstag
Stabilisierung 7 Tage — zum Abschluß Reinigungstag
D.h. 3 x 7 Tage sind 21 Tage, plus 3 Reinigungs/Ausleitungstage
ergibt 24 Tage Gesamtzeit für ein durchschnittliche Behandlung.

In unserem Haus werden Behandlungen IMMER durchgehend angewendet.
D.h. es gibt keine Wochenend- oder Sonntagspause ect.
Wie in der Webseite geschrieben, ist bei chronischen Erkrankungen oder starken Beschwerden eine längere Behandlungszeit nötig, um den Organismus reinigen, umstimmen und ausgleichen zu können.
Dazu  müssen Behandlungsabschnitte wiederholt oder verlängert werden, in denen dann meist auch verschiedene  Behandlungen angewendet werden, um eine optimalen Erfolg erreichen zu können.
(in den Berichten wird mehrfach darauf hingewiesen)
Entweder werden dann 32 Tage oder 42 Tage vorgesehen (im traditionellen Ayurveda wird großer Wert auf die „Qualität“ der Zahlen gelegt, die sich auch in der Anzahl der Tage niederschlägt.)
Nur sehr ungern wird deshalb von der o.g. Anzahl von Tagen abgewichen.
Für „Westler“ ist es oft schwierig,  diese Denkweise zu verstehen.
Die jahrtausende alte Tradition und die daraus entstandene Erfahrung bestätigt wohl die Bedeutung und Richtigkeit dieser Vorgehensweise.
Wir wissen natürlich, dass  die Urlaubstage oft begrenzt sind und deshalb Kompromisse nötig sind.
Bei starken Beschwerden ist es wünschenswert – und im eigenen gesundheitlichen Interesse, wenn eine Kur nach 6 Monaten oder einem Jahr wiederholt wird.

 

zutaten-herbalwater-2

Bild: 13 Zutaten für den Ayurveda-Tee, der den Stoffwechsel anregt und immer zur Verfügung steht.

Entscheidend für den Behandlungserfolg sind die ayurvedischen Medikamente, die ganz individuell verordnet werden.

Natürlich ist in unserem Haus auch eine sog. Wellness-Behandlung möglich.
Der Gast bekommt  dann entspannende Öl-Massage(Abhyanga) und nach Wunsch den Stirnölguss(Shirodhara).

siehe Bericht: “ Etwas Echtes, das mein Herz beflügelt: Wellness im Haus Arnika“

Eingetragen am: 16.06.2010
Thema: Alle Artikel, Ayurveda

2 Kommentare zu »Behandlung versus Wellness«

  1. Hallo Heidi 🙂

    kleiner Blitzbesuch auf Deinem interessanten Blog.
    Wellnessbehandlung klingt gerade gut in meinen Ohren 😉
    und die Bilder auf der rechten Seite sind schon seeehr verlockend, muss ich sagen (…)
    Sei lieb gegrüsst!

  2. Hallo Mylo,
    würde mich sehr freuen, wenn Du Dich in Trivandrum in unserem Haus „verwöhnen“ läßt.
    Eine sonnige Unterbrechung im kalten Winters wäre doch was !?
    Liebe Grüße aus dem gerade verregneten Bayern !

Haben Sie eine Frage oder einen Kommentar?