Tempelfeste

Gerade ist hier in Kerala Tempelfest-Zeit. Jeder Tempel, bzw. jedes „Tempelchen“,
feiert 7 Tage lang. Da Kerala einen eigenen Kalender hat – einen Mondkalender -werden die Feste jedes Jahr zu einer anderen Zeit gefeiert.
Hier bedeutet feiern: Um 5 h Früh beginnt Musik über Lautsprecher zu erschallen. Im weiten Umkreis des Tempels werden viele Lautsprecher aufgestellt und Trichterlautsprecher hoch in die Kokospalmen aufgehängt. Letztere sind zwar lt. Gesetz verboten – aber wer kümmert sich hier schon um Gesetze. Fast den ganzen Tag und bis spät Abends ertönt Musik von CD’s , erdröhnen Ansagen, werden Mantren gesungen usw. usw., wird verkündet, wer wieviel gespendet hat. (bin immer wieder bass erstaunt, welch hohe Summen gespendet werden. 2000.- bis 5000.- Rs werden oft genannt. Das entspricht hier oft ein Monatsgehalt! )
Jeder Tempel wird von einem Tempelkomitee verwaltet, das das Program für die Festwoche erstellt. Jeden Abends gibt es Theater- und Tanzvorführungen – alles immer lautstark übertragen. Zu Beginn oder zum Abschluss gibt es Böllerschüsse -mit ohrenbetäubendem Krach.
Ja, man feiert sehr lautstark. Angeblich mögen die Leute diese Dauerbeschallung.

Der siebte Tag wird immer besonders gefeiert.
Vor den Häusern wird geschmückt und
ein festliche hergerichteter Tisch aufgestellt.

tisch-geschmuckt-c.jpg vorbereitung-elefantumzug.jpg

Abwechslungsreich sind die Tische geschmückt:

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Ein geschmückter Elefant zieht mit einer Gruppe von Haus zu Haus. Ein Brahmane gibt den Segen.

elefant-haus-c.jpg

„Zutaten“ für Böllerschüsse, die vor jedem Haus gezündet werden:

zutaten-fur-bollerschusse.jpg

Eingetragen am: 18.02.2009
Thema: Alle Artikel, Kerala

2 Kommentare zu »Tempelfeste«

  1. Oh, wie gut das tut, diese warmen Keralabilder als Kontrast zu unserem diesmal eisigen Winter, der kein Ende nehmen will! Eure Feste sind wirklich zauberhaft 🙂
    Sei herzlich gegrüsst von Mylo

  2. Zumindest die Umzüge sind sehr farbenfroh und manchmal auch prachtvoll. Lediglich die laute Musik ist manchmal weniger zauberhaft! Wir kommen damit schon klar, für manche unserer Gäste ist es allerdings recht gewöhnungsbedürftig.
    Heidi

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