„Childrens day“

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wird hier in Kerala am 14. November gefeiert, an Neru’s Geburttag. Der erste Ministerpräsident Indiens war überaus kinderfreundlich. Zur Erinnerung an ihn werden in ganz Indien große Umzüge mit Kindern abgehalten. Teilweise in Schuluniform, teilweise in bunten Kostümen
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In Trivandrum  nahmen an dem Umzug lt. Zeitunsbericht ca. 10 000 Kinder (Schüler) teil. Klassenweise traten sie auf oder in Orchestern von einer Schule. Am Ende  des Umzuges marschierten alle in den Campus der Universität zu einer Kundgebung.scouts-c.jpg

In Indien  ist der Bevölkerungsanteil von Kinder und Jugendlichen ungewöhnlich hoch.
Manche Quellen sagen, dass ca 1/3 der Bevölkerung unter 15 Jahre ist.
Andere Veröffentlicheung beziffern den Anteil sogar bis zu 40%.
In Kerala gehen ALLE Kinder in die Schule. Auf eine gute Ausbildung wird sehr großer
Wert gelegt. Hier wird auch seit Jahren das Gesetz eingehalten, das Kinderarbeit verbietet.
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Eingetragen am: 18.11.2007
Thema: Alle Artikel, Land und Leute

2 Kommentare zu »„Childrens day“«

  1. Gibt es in Kerala auch mehr Jungs als Mädchen?
    Ich habe gestern im TV einen Bericht gesehen (leider nur den Schluss) wo mal wieder gezeigt wurde wie viele weibliche Föten abgetrieben werden in Indien (ich weiss jetzt leider nicht mehr, um welche Provinz es sich im Beitrag handelte) und dass es in einigen Teilen des Landes schon sehr schwierig sein soll überhaupt eine Frau zu finden, weil der Männerüberschuss so hoch ist.

  2. Glaube ich nicht, dass es hier mehr Jungs gibt. Weiss es leider nicht genau.
    Dies habe ich im Internet „gefunden“:

    „Dass es auch anders geht, zeigt der indische Bundesstaat Kerala: Dort kommen sogar mehr Mädchen als Jungen zur Welt. In diesem südlichen, traditionell kommunistisch regierten Land wird besonders viel Wert auf Aufklärung, Bildung und Förderung der Frauen gelegt. Kerala hat eine viel niedrigere Analphabetenrate als die beiden reichsten indischen Agrarstaaten Haryana und Punjab im Norden des
    Landes. Zugleich ist insgesamt Keralas Geburtenrate niedriger. Nicht allein mit Verboten, sondern vor allem mit Aufklärung ist ein solcher Kulturwandel zu erringen.“

    Noch ein anderer Grund,warum es in Kerala mehr Mädchen gibt: Bis die Engländer kamen, herrschte in Kerala ein Matriarchat. Das bedeutete, dass die Linie der Frau besonders wichtig war. Auch heute noch wünscht man sich ein Mädchen, damit der Name der Mutter weitergegeben wird.
    Ich weiß definitiv, dass ein Mann hier vor drei Monaten sehr enttäuscht war, weil das zweite Kind wieder ein Junge war. Der Vater hatte sich so sehr eine Tochter gewünscht. Das ist wohl nur in Kerala möglich.
    Auch hier in Indien wird gerade in den Medien viel über das zunehmende Ungleichgewicht der „Sex-Ratio“ berichtet. Zum Teil nimmt das recht kuriose Formen an: In einem nordindischen Staat(ich glaube Punjap) „kauft“ man inzwischen für 3000.- Rupee Frauen aus anderen (indischen)Staaten. Diese werden allerdings nicht als wertvoll behandelt, sondern wie Sklavinnen und müssen auch den Brüdern des Ehemannes zur Verfügung stehen. Es wird wohl noch lange dauern, bis es hier ein Bewußtseinswandel gibt. War aber in Europa auch nicht anders !!!

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